Meine Entscheidung für den zweiten Wahlgang der Ständeratswahlen

Der Wahlsonntag bringt endlich die sozial-ökologische Wende in Griffweite. Hier im Aargau können die SP und Grünen besonders stolz sein. Wir haben beide – gegen den Trend – gemeinsam zulegen können und die SP hat so einen dritten Nationalratssitz gewinnen können. Die Grünen wussten bereits zu Beginn des Jahres, dass unter Umständen eine Listenverbindung mit der SP dazu führen könnten, dass nicht sie, sondern wir einen dritten Sitz erobern werden. Sie haben sich dennoch für diese Option und gegen taktische Spielereien und Selbstprofilierung entschieden, weil es politisch richtig war und ist. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken. 

Für den Aargau sind die Wahlen allerdings noch nicht zu Ende. Bei den Regierungsrats- und bei den Ständeratswahlen stellen sich nochmals die gleichen Fragen wie am Wahlsonntag: Wollen wir, als Aargauer Bevölkerung, den Schritt in Richtung einer sozialen, ökologischen und offenen Schweiz weitergehen, oder wählen wir Stillstand und – zumindest wenn ich das Dreierpaket Burkart-Knecht-Gallati anschaue – sogar Rückschritt. Das darf nicht sein. 

Wir haben, seit die Wahlresultate bekannt sind, überlegt, wie wir für die zweiten Wahlgänge unsere Kräfte bündeln können. Diese Gespräche haben in einer sehr konstruktiven Atmosphäre stattgefunden. Dass die SP mit Yvonne Feri nach ihrem hervorragenden Resultat nochmals antritt, ist wenig überraschend. Yvonne ist – und ich sage das aus inzwischen jahrelanger Zusammenarbeit – die beste Kandidatin für dieses Amt. Ich bin überzeugt, dass sie eine sehr gute Regierungsrätin werden wird für uns alle. 

Es ist aber klar, dass die SP, wie in jeder guten Partnerschaft, nicht alles für sich alleine beanspruchen kann. Drei rot-grüne Kandidat*innen für – realistischerweise – zwei Sitze, sind eine oder einer zu viel. 

Ich habe in diesem Wahlkampf eine enorm grosse Unterstützung erfahren dürfen. Ich bin nach wie vor sehr stark berührt, wie viele Menschen sich während der letzten Monate für unsere gemeinsame Sache engagiert haben. Das starke Resultat, welches wir gemeinsam erreichen konnten, hätte ich noch vor einem Jahr nicht für möglich gehalten. Es ist uns gelungen, im Aargau eine breite, engagierte Bewegung weit über die Grenzen der SP hinaus zu entfachen. Diese Kraft dieser Menschen war es, die diese Resultate im Stände- und Nationalrat möglich gemacht hat. 

Mein Verständnis von Politik ist, dass wir alle Verantwortung für das grosse Ganze übernehmen müssen. Ich habe mir immer vorgenommen dass nicht meine Person im Vordergrund stehen darf, sondern der Einsatz für unsere Sache: Für eine soziale, gerechte, ökologische und offene Schweiz. 

Ich habe mich deshalb persönlich entschieden, auf eine Kandidatur im zweiten Wahlgang zu Gunsten von Ruth Müri zu verzichten. Das ist mein persönlicher Entscheid, der aber von meiner Partei zu 100% mitgetragen wird. Wir sind überzeugt, dass wir das Feld so für beide Wahlen ideal vorbereiten. Ich werde mich – genauso wie für Yvonne – auch für Ruth Müri mit voller Überzeugung einsetzen. Ich kenne Ruth seit unserer gemeinsamen Zeit im Badener Einwohnerrat und weiss, dass sie den Aargau und die Klima- und gleichstellungspolitische Wende entscheidend prägen kann. Wir lassen uns bei diesen zentralen Fragen für die Zukunft nicht zwischen Rot und Grün auseinanderdividieren. Zusammen sind wir stark. 

In diesem Sinne rufe ich alle Kräfte und Parteien, denen etwas an einem fortschrittlichen Aargau liegt, auf, sich diesem Vorschlag anzuschliessen.

Einer
für alle

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