Ich habe mein Haus im Ausland bisher bei den Steuern nie angegeben, was bedeutet der Automatische Informationsaustausch für mich?

Ich habe mein Haus im Ausland bisher bei den Steuern nie angegeben, was bedeutet der Automatische Informationsaustausch für mich?

Am 1.1.2018 tritt der Automatische Informationsaustausch zwischen der Schweiz und einer ganzen Reihe von Ländern in Kraft. Viele Menschen hierzulande sind verunsichert, gerade auch Migrant*innen und Second@s. Da ich bereits mehrfach zu Auskunft und Vorträgen zu diesem Thema angefragt wurde, folgt hier ein kurzer Blog mit den wichtigsten Infos. In vielen Familien mit Migrationshintergrund (und solchen ohne) gibt es Vermögen im Herkunftsland, das bisher nicht steuerlich deklariert ist. Meist handelt sich dabei um Häuser oder geringfügige Beträge. Trotzdem sollte man in einem solchen Fall seine Situation jetzt schleunigst bereinigen. Nachfolgend die wichtigsten Punkte dazu.

 

Was ist der Automatische Informationsaustausch AIA?

Der AIA regelt in Staatsverträgen zwischen der Schweiz und anderen Ländern den automatischen Austausch von Finanzinformationen zwischen den Steuerbehörden der beiden Länder. Damit soll in Zukunft Steuerhinterziehung zumindest stark erschwert werden. Das ist gut und richtig. Geliefert werden Informationen zu Kontodaten, namentlich die Kontonummer, Name, Adresse, Geburtsdatum, Steueridentifikationsnummer, Zinsen, Dividenden, Einnahmen aus bestimmten Versicherungsverträgen, Guthaben auf den Konten, Erlöse aus der Veräusserung von Finanzvermögen. Die meisten Verträge treten am 1.1.2018 in Kraft, jene mit den EU-Staaten (und einigen anderen) gelten allerdings bereits seit dem 1.1.2017. Mehr zum AIA finden Sie hier.

 

Warum interessiert es den Schweizer Staat, wenn ich ein Haus in einem anderen Land habe?

Was viele nicht wissen: Grundsätzlich sind JEDER Lohn, JEDE Rente und ALLES Vermögen das man WELTWEIT besitzt dort zu deklarieren, wo man seinen Lebensmittelpunkt hat (sog. Hauptsteuerdomizil). Das ist nicht freiwillig oder irrelevant – auch wenn zu meiner Verblüffung offenbar viele Treuhänder und Steuerberater bisher das Gegenteil behauptet haben. Wer das nicht tut, macht sich der Steuerhinterziehung schuldig. Man zahlt in der Schweiz zwar keine Steuern aus z.B. Einkommen aus einer Firma vor Ort oder auf Mieteinnahmen. Mit den meisten Ländern bestehen Abkommen zur Vermeidung von Doppelbesteuerung. Aber diese Beträge werden sog. satzbestimmend zugezogen.

Satzbestimmend bedeutet folgendes: Die direkten Steuern auf Einkommen und Vermögen sind höher, je mehr man verdient oder besitzt. Steuern bezahlt man immer nur auf das Vermögen oder das Einkommen, das man in der Schweiz besitzt oder erwirtschaftet. Das ausländische Vermögen oder Einkommen bestimmt und erhöht aber den angewandten Steuersatz. Ein vereinfachtes Beispiel:

Fall A – Kantonale Einkommenssteuer Aargau

Einkommen aus der Schweiz: 100’000
Einkommen im Ausland: 0
Satzbestimmendes Einkommen: 100’000
Steuersatz nach Art. 43 des Aargauischen Steuergesetzes: 11%
Steuern schuldig: 100’000*11% = 11’000

 

Fall B

Einkommen aus der Schweiz: 100’000
Einkommen im Ausland: 10’000
Satzbestimmendes Einkommen: 110’000
Steuersatz: 11.5%
Steuern schuldig: 100’000*11.5% = 11’500

Der Kanton Aargau hat ein hervorragendes Tool aufgeschaltet, mit dem Sie die geschuldeten Steuern berechnen können.

 

Ich habe mein Haus im Ausland bisher nie angegeben. Was soll ich jetzt machen?

Zuerst: Das ist Steuerhinterziehung. Steuerhinterziehung und Steuerbetrug sind keine Kavaliersdelikte, sondern schwerwiegende Verstösse gegen die gesellschaftliche Solidarität. Das ist strafbar. Und es bedeutet im Endeffekt, dass jemand anderes, der/ die ehrlich war, mehr Steuern zahlen oder auf Leistungen verzichten musste. Das Ausmass der Steuern, die durch Unehrlichkeit dem Staat entgehen, ist enorm. Ich habe es hier versucht zu schätzen.

In den EU-Staaten werden die Daten bereits ab dem 1.1.2017 gesammelt (Liste der Verträge). Es gibt also – abgesehen davon, dass auch das strafbar wäre – keine Möglichkeit mehr, das Vermögen unbemerkt zu veräussern oder zu transferieren. Kurz: Sie können mit einer Sicherheit von 99.9% davon ausgehen, dass die Schweizer Steuerbehörden nach dem 1.1.2018 von ihrem Einkommen oder Vermögen im Ausland erfahren. Die Schweiz kennt allerdings das Instrument der straflosen Selbstanzeige (Art. 175 DBG, Art. 56 Abs. 1bis StHG). Sie können ihr bisher unversteuertes Vermögen oder Einkommen straffrei nachmelden, wenn sie folgende Bedingungen erfüllen:

  • Ihr Meldung muss ausdrücklich erfolgen. Es reicht NICHT, das unversteuerte Geld in der nächsten Steuererklärung ohne Kommentar anzugeben. Am einfachsten ist, sie schreiben der Steuerbehörde ihrer Gemeinde einen Brief. Dem Brief müssen noch keine Details beiliegen, es reicht die Angaben des Steuerobjekts.
  • Die Meldung muss aus eigenem Antrieb erfolgen.
  • Die Steuerhinterziehung darf bisher zur eingegangenen Meldung noch keiner Steuerbehörde bekannt sein. Deshalb muss sie unbedingt vor dem 1.1.2018 erfolgen.
  • Sie müssen volle Unterstützung leisten beim Festsetzen der Nachsteuer.
  • Sie müssen die Nachsteuer vollumfänglich bezahlen (10 Jahre zurück).
  • Die Aufdeckung ist nur einmal straflos möglich.

Übrigens: Auch ein vorher nicht versteuertes Erbe ist deklarationspflichtig. Hier geht’s zu den Informationen betreffend Selbstanzeige und Nachsteuern bei Erbschaft.

Was bedeutet die Aufdeckung der Steuerhinterziehung für mich?

Im Falle einer straflosen Selbstanzeige bezahlen Sie maximal für 10 Jahre Nachsteuern plus Verzugszins. Erstatten Sie keine Selbstanzeige und die Steuerhinterziehung wird entdeckt, müssen sie im dümmsten Fall die dreifache Nachsteuer als Busse bezahlen. Dazu können weitere Straffolgen kommen, zum Beispiel, wenn Sie in der Schweiz Sozialhilfeleistungen bezogen haben. Achtung: Das kann Rückzahlung und Strafe zur Folge haben und im schlechtesten Falle mit einer Ausschaffung geahndet werden. Sollte dies der Fall sein: Kontaktieren Sie SOFORT eine Anwalt!

Hier gehts zum Faktenblatt Nachsteuern des Finanzdepartements.

Wie viele Nachsteuern auf mein Haus muss ich bezahlen?

Die Berechnung des Steuerwertes für Immobilien im Ausland variiert stark zwischen den Kantonen. Fragen Sie auf ihrer Steuerbehörde nach. Hier die Angaben für den Kanton Aargau (Achtung: es handelt sich hier um die IN DER REGEL angewandte Berechnung, es gibt keine Gewähr für ihren Einzelfall):

  • Bei Verkauf innerhalb der letzten 10 Jahre oder Verkauf innerhalb der letzten 15 Jahre, beträgt der Steuerwert 80% des Verkaufspreises.
  • Ältere Immobilien: Schätzung des Verkehrswertes und der Wertvermehrung seit Kauf im Einzellfall. Im Idealfall verfügen Sie über eine Verkehrswertschätzung durch eine Fachperson. Wenn nicht, müssen zusätzliche Dokumente beigebracht werden (Kaufvertrag, Fotos, Liegenschaftsbeschriebs, ausländische Steuerbescheinigung, o.ä.).
  • Der Eigenmietwert beträgt i.d.R. 3% des Steuerwertes
  • Schuldzinsen und Kosten für Liegenschaftsunterhalt sind wie bei inländischen Immobilien abziehbar

 

Unterstützt mich jemand, wenn ich mich überfordert fühle?

Ja, die meisten Gewerkschaften bieten zum Beispiel Unterstützung beim Ausfüllen der Steuererklärung an. Bei der Gewerkschaft Unia können Sie sich für Fragen zum AIA an migration@unia.ch wenden. Selbstverständlich beantworte ich Ihnen ihre Fragen soweit ich kann ebenfalls gerne (schwerpunktmässig Kanton Aargau).

 

7.7.17 Update: Das Newsportal Watson hat in dieser Sache recherchiert (Danke dafür!). Dabei zeigte sich, dass offenbar einige Steuerexperten das Gesetz so interpretieren, dass die Möglichkeit strafloser Selbstanzeigen für Steuerobjekte in EU-Länder seit 1.1.17 nicht ist. Das ist nicht meine Interpretation der Gesetzeslage. Inzwischen kann ich bestätigen, dass sicher die Kantone Aargau, Zürich, Basel-Stadt und Luzern straflose Selbstanzeigen noch bis 31.12.17 als solche behandeln.

26.2.18 Update. Mehrfach wurde gefragt, ob man auch eine straflose Selbstanzeige machen müssen, wenn man während einer laufenden Veranlagung etwas nachmelden müsse, d.h. wenn man die Steuererklärung zwar schon abgeschickt, aber noch keine definitive Veranlagung erhalten hat. Antwort: Nein, muss man nicht. In diesem Fall reicht eine Nachmeldung, z.B. in Form eines eingeschriebenen Briefes.

27.2.18 Update: Auf Grund der vielfachen Anfragen findet ihr hier eine Vorlage für die straslose Selbstanzeige. Selbstverständlich auf eigene Verantwortung und ohne Gewähr.

119 Kommentare zu Ich habe mein Haus im Ausland bisher bei den Steuern nie angegeben, was bedeutet der Automatische Informationsaustausch für mich?

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Im ersten Fall spielt das für die nächste Steuererklärung keine Rollw mehr, da der Stichtag der 31.12. ist. Sie bleiben allerdings für die Jahre vorher nachsteuerpflichtig. Im zweiten Fall gilt das gleiche, zusätzlich ist das Geld aber neu in der Schweiz als Vermögen voll steuerpflichtig.

    2. Avatar
      Andreas Benz

      Sehr geehrter Herr Wermuth

      Ich war bisher Quellensteuerpflichtig in der Schweiz (B-Ausweis), sprich ich habe für die letzten Jahre keine Steuererklärung machen müssen. Nun habe ich einen C-Ausweis und bin verpflichtet eine Steuererklärung zu machen. Ich erziele seit Jahren Mieteinnahmen aus Deutschland, welche ich nun bei der verpflichtenden Steuererklärung auch angeben werde. Meine Frage ist nun, ob ich eine Selbstanzeige machen sollte für die vergangenen Jahre? Eigentlich war ich ja nicht verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben da ich pauschal besteuert wurde (Quellensteuer).  Besten Dank für Ihre Einschätzung!

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          Staphanie Müller

          Sehr geehrter Her Wermuth,

          ich höre gerade auch zum ersten mal davon. Ich war wohl etwas naiv, Da ich für die Mieteinnamen in Deutschland horrende Steuern zahle, bin ich gar nicht auf die Idee gekommen, dass ich die Liegenschaft hier auch melden muss. Mir geht es so wie Herr Benz – nur dass ich noch eine B- Bescheinigung habe. Jetzt ist der Termin ja vorbei für eine Straflose Selbstanzeige. Sollte ich dies trotzdem tun? Welches Strafmass erwartet mich?
          Herzlichen Dank,
          Stephanie Müller

          1. Avatar
            Cédric Wermuth

            Liebe Frau Müller,
            besten Dank für die Anfrage. Nun ja, was soll ich sagen. Wenn die Selbstanzeige nichts bringt, schadet sie sicher nichts. Vielleicht ernten Sie etwas Goodwill.

            MfG, Cw

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    Ruedi Meier

    Besten Dank Herr Wermuth für die prompte Antwort. Frage – wenn Sie von jemandem 30 Goldvreneli erhalten würden, die Sie zuhause horten, würden Sie die wirklich versteuern?

    Freundliche Grüsse
    Ruedi Meier

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    Hans Meister

    Sehr geehrter Herr Wermuth

    Der Steuerbetrug ist leider nur die halbe Wahrheit. Aufgrund nicht deklarierter Vermögenswerte und Einkünfte wurden und werden im grossen Stil staatliche Leistungen ertrogen – Sozialhilfe, Ergänzungsleistungen, Prämienverbilligungen, etc. Wahrlich keine Kavaliersdelikte. Mitbürger aus südlichen Gefilden, betrachten dies noch immer in grosser Zahl als eine „Petitesse“.

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    Fabian Kaufmann

    Sehr geehrter Herr Wermuth
    Eine sehr gut verständliche Erklärung. Vielen Dank dafür!
    Ich bin auch dafür, dass alle alles deklarieren, aber Liegenschaften (ohne Hypothek) im Ausland sind soweit ich weiss noch nicht Bestandteil des AIA. Lediglich die Bankkonten.
    Freundliche Grüsse
    Fabian Kaufmann

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    Reto Lutz

    Zum Kommentar von Fabian Kaufmann

    : Es ist wohl so, dass Liegenschaften (ohne Hypothek) im Ausland nicht im AIA integriert sind. Das Problem ist aber, dass man EINMALIG eine Selbstanzeige seiner Vermögenswerte machen darf. Eine zweite Chance auf Steueramnestie gibt es nicht. Wenn man nun NUR seine ausländischen Konten angibt, die Liegenschaften aber vergisst, dann könnte man später, wenn dann die Liegenschaften auch in den AIA integriert werden, mit Strafsteuern belegt werden. Das kann ganz schön teuer werden.

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    Paiva

    Guten Tag Herr Wehrmuth! ich bin ein Fan von Ihrer Arbeit. Diese AIA Frage beschäftigt die AuslanbrasilanerInnen (auch Doppelbürger/innen) in der Schweiz zurzeit sehr! Das Problem wird auch schlimmer für die MigrantInnen deren Land KEIN DOPPELBESTEUERABKOMMEN mit der Schweiz geschlossen wurde. Das ist der Fall Brasilien und der Schweiz. Es ist nicht fair, dass die hier lebenden BrasilianerInnen und die Auslandschweizer, welche in Brasilien wohnen und kleine Rente bzw. Einkünfte beziehen, doppelte besteuert werden. Warum hat die Schweiz bisher kein Doppelbesteuerabkommen mit Brasilien geschlossen? Dies sollte eher eine Vorbedingung sein für das Inkrafttreten der AIA Abkommen zwischen beiden Länder, oder? Wir denken, es wäre fairer, wenn das AIA Verfahren mit Brasilien für eine Weile gestoppt wird, bis das Doppelbesteuerabkommen zwischen der Schweiz und Brasilien geschlossen wird. Was denken Sie?

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Liebe Frau, lieber Herr,
      entscheidend für die Steuerdeklaration ist nur die Existenz von Vermögen, nicht, was Sie damit machen. Vermögenswerte welcher Art auch immer sind immer, immer, immer anzugeben. Wie sie dem Text entnehmen wird ihr Grundstück aber nicht direkt besteuert (von der Schweiz), sondern sein Wert zur Festlegung des Satzes hinzugezogen. Dieser dürfte in der Bauzeit tiefer sein, danach höher.

      MfG, Cédric Wermuth

      1. Avatar
        Marco

        Grüezi Herr Wermuth,
        ich habe vor ca, 5 Jahren von meinem Vater ein Haus in Italien geschenkt bekommen. Dies wurde bis Heute nicht deklariert. Waren uns nicht bewusst, dass dies gemacht werden muss. Wenn ich nun eine Selbstanzeige mache, muss ich vermutlich die letzten 5 Jahre Steuer nachzahlen. ist das korrekt? Wie sieht’s mit meinem Vater aus? Muss er das Haus auch nachträglich angeben und Steuern Zahlen? Wie handhabt es der Kanton Solothurn betreffend Selbstanzeige und wissen Sie wie hoch der Satz ist? Straffrei bis Ende September 2018? Vielen Dank für Ihre Antwort und Beste Grüsse

        1. Avatar
          Cédric Wermuth

          Lieber Herr Marco,
          besten Dank für die Nachricht. Der AIA mit der EU ist bereits in Kraft getreten. An sich ist eine Selbstanzeige nur möglich, sofern die Behörde noch über keine eigenen Informationen verfügt. Sie haben also nur eine Chance, wenn ihre Meldung unverzüglich erfolgt. Ja, Sie müssten mit einer Nachzahlung bis maximal 10 Jahre rechnen. Die meisten Kantone haben Selbstanzeigen bis Ende letztes Jahr akzeptiert, wie der Kanton Solothurn das handhabt kann ich ihnen nicht sagen. MfG, Cédric Wermuth

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    T.Geiser

    Guten Tag Herr Wermuth,
    Ich habe im August 2017 eine Wohnung in Spanien gekauft für EUR 125’000. Die Wohnung vermiete ich nicht.
    45K habe ich selbst bezahlt und eine Hypothek von 80K läuft für 10 Jahre.
    Mit wie viel mehr Steuern ungefähr (Kt LU) muss ich da rechnen?

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    Urs Kuster

    Grüezi Herr Wermuth
    Um der Steuerbehörde eine noch nicht deklarierte Immobilie im Ausland zu melden, braucht es eine Meldung meinerseits.
    Kann ich in der aktuellen Steuererklärung die Immobilie deklarieren und in den „Bemerkungen zur Steuererklärung“ diesen Sachverhalt anmerken?

    Besten Dank und freundliche Grüsse

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Lieber Herr Kuster,
      nein, wie Sie im Beitrag lesen können reicht das nicht. Sie müssen die Selbstanzeige offensiv formulieren. Die Bedingungen entnehmen Sie bitte dem Blog. Ich habe dem Blogbeitrag eben eine entsprechende Vorlage hinzugefügt. MfG, Cw

  8. Avatar
    Gaby Etter

    Guten Tag Herr Wermuth
    Soll man das Sparbuch mit einer nichtrelevanten Einlage auf die Steuerberechnung auch als Selbstanzeige angeben? Ich habe die Steuererklärung schon abgeschickt. Diesen Herbst wird die Behörde ja automatisch informiert. Kann ich es deshalb auf sich beruhen lassen?

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Lieber Frau Etter,
      so lange Sie nicht veranlagt sind, können Sie das Konto problemlos nachmelden. Vorausgesetzt es ist neu und wäre nicht bereits in vorhergehenden Steuerperioden zu veranlagen gewesen. MfG.

  9. Avatar
    Kurt Muster

    Guten Tag Herr Wermuth,

    was passiert wenn die Selbstdeklaration nach dem 1.1.18 passiert? Ich habe mal gelesen, dass man für spanische Immobilien/Konten bis September 2018 Zeit hat die Selbstdeklaration zu machen. Stimmt das? Besten Dank für Ihre Antwort. MfG

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Lieber Herr Muster,
      das kommt ganz auf ihr Steueramt an. An sich können Sie die Selbstanzeige so lange machen, wie die Behörden nichts von ihrem nicht deklarierten Vermögen wissen. Es gibt einen juristischen Streit darum, wann dieser Zeitpunkt genau anzusetzen ist. An sich ist der AIA mit der EU schon seit 1.1.17 in Kraft, erste Daten sind geliefert. Sie müssen auf die Kulanz ihres Steueramtes hoffen. Bei kleineren Beträgen würde ich unverzüglich eine Selbstanzeige einreichen, bei grösseren nehmen Sie bitte mit einem Anwalt Kontakt auf. Angaben ohne Gewähr. MfG, Cw

        1. Avatar
          Cédric Wermuth

          Lieber Herr Muster,
          das kann ich nicht beantworten, dass kommt u.a. auf ihre Steuersituation an. Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt, sondern Betrug an der Allgemeinheit. Mit entsprechenden Reaktionen der Behörden müssen Sie rechnen, falls Sie betroffen sind. Die generelle Empfehlung ist immer die Offenlegung von Fehlverhalten, d.h. die Selbstanzeige. MfG, CW

  10. Avatar
    Hans fritzli

    Waa geht es dem statt an wer vermögen im ausland hatt ? Ich kenne leute die hier in der schweiz leben aber im ausland jede menge von millionen besitzen und zahlen keine vermögensteuer.

    Das mit dem vermögensteuer und haus im ausland das alles ist ein purer kapitalismus ein fremdes vermögen kann der statt nicht beinhalten mann muss ihn oder sie vorerst fragen ob man es von im verlangen darf.

    Auserdem lebt der dem ich kenne er bezahlt seine rechnungen selbst er lebt weder vom statt weder vom sozialamt wedrr von einer rente , das ganze kapitalismus muss endlich mal damit aufhören und abgeschaft werden er statt glozt nur einen wenn er eben diese vermögen hat amsonnsten würde ihn der statt kaum anglotzen er statt glotzt auch nicht die obdachlosen da drausen auf der strasse der statt glotzt auch nicht an die armen und weissen die kinder die keine erltern haben da schaut der statt auch nicht gerne hin.

    Und ja ich kenne ne menge s
    Die millionen auf dem konto haben die haben im ausland fabrikindustrien. Waa geht das der schweiz an was er im ausland besizt der schweiz sollte es lieber sein um ihre teenager zu schauen damit die kinder zeugen damit es nachfahren gibt und nicht fremdes vermlgen anglotzen und hinterhergehen ist recht bescheuert und dämmlich.

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Lieber Herr Hans Fritzli,
      dass ihr Kollege keine Vermögenssteuer auf ausländisches Vermögen bezahlt ist korrekt. Das Vermögen wird grundsätzlich im Ausland besteuert, aber in der Schweiz satzbestimmend hinzugezogen (siehe oben). Damit wird gewährleistet, dass es keine ungleiche Besteuerung gibt zwischen jenen, die ihr Vermögen hier anlegen und jenen, die es im Ausland haben. Da wir alle die gleichen Infrastrukturen nutzen ist dieser Grundsatz nichts als gerecht. MfG, CW

        1. Avatar
          Cédric Wermuth

          Lieber CR,
          nun, die Daten werden i.d.R. werden ab einem Jahr vor der ersten Lieferung gesammelt. Falls Sie Vermögenswerte im Ausland besitzen, z.B. ein Haus, ist die Chance klein, dass niemandem eine Bankverbindung o.ä. auffällt. Auch Informationen zu nicht mehr vorhandenen Konten können geliefert werden. Auch die Verheimlichung ehemaliger Vermögenswerte ist grundsätzlich Steuerhinterziehung und damit strafbar.

          MfG, Cédric Wermuth

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    Mario

    Guten Tag Herr Wermuth
    -Habe ein Haus in Italien gekauft im 2016 und in der Steuererklärung (BL) angegeben! Muss man den Kaufvertrag beilegen oder reicht der Katasterauszug (Wert ca. 29000 Euro)? Wo findet man eine Wegleitung über wie wo was? Gibt es überhaupt eine einheitliche Regelung der Steuerbehörden über Vermögen im Ausland? Für dieses Haus werde ich vermutlich Steuern zahlen! Falls JA kann man Investitionen/Renovationskosten abziehen? Gruss Mario

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Lieber Mario,
      grundsätzlich ist es nie falsch alle Unterlageb beizulegen, die dem Steueramt helfen den effektiven Wert zu schätzen. Die Schätzmethode unterscheidet sich von Kanton zu Kanton. Der Kanton BL hat z.B. hier eine Wegleitung zur Steuererklärung publiziert: https://www.baselland.ch/politik-und-behorden/direktionen/finanz-und-kirchendirektion/steuerverwaltung/formulare/formulardownload#top

      Grundsätzlich gelten für ausländische Immobilien die gleichen Abzugsmöglichkeiten wie im Inland. Gegen entsprechende Belege versteht sich. MfG, Cw

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    Regina Puchinger

    Ich wollte nie Steuerhinterziehung begehen, war mir nie bewusst. Warum hätte mein damaliges Treuhandbüro mich nicht besser sensibilisieren können? Ich hätte es nicht nötig gehabt. Mein Ex-Freund angeblich tätig im Finanzmanagement der EU??Auch von Ihm wurde ich schlecht beraten. Nun habe ich einen neues Treuhandbüro und ich hoffe, die würden mich besser beraten. Jedenfalls bin ich gewillt alles zu bereinigen und stets alles zu deklarieren.

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Liebe Frau Puchinger,
      tatsächlich war vielen Menschen dieses Problem bis vor kurzem nicht bewusst. In der Regel sind die Steuerbehörden bei Selbstanzeigen deshalb auch kulant.
      MfG, Cédric Wermuth

  13. Avatar
    Marcus Katz

    Hallo Herr Wermuth
    Meine Eltern haben im Jahr 2000 ein Haus in Spanien gekauft. Im Grundbuch wurde als Eigentümer meine Schwester und ich eingetragen. Zusätzlich wurde das Nutzungsrecht für meine Eltern eingetragen. Vom Betrag entspricht es je ca. einem Drittel. Damals wohnte ich im Kanton SZ. Ich habe die Hälfte des Kaufpreises als Schenkung deklariert. Gemäss den Abklärungen musste ich das Haus nicht angeben, da das Nutzungsrecht bei meinen Eltern liegt. Ab 2006 wohnte ich ich Kanton LU und habe von einer Treuhand-Firma wieder die Auskunft bekommen, dass ich es nicht angeben muss. Seit 2016 wohne ich im Kanton SO. Ich habe nichts mehr abgeklärt und das Haus auch nie angegeben.
    Nun wird das Haus ohne Gewinn verkauft.
    Was soll ich der Steuerbehörden angeben ?

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Lieber Herr Katz,
      besten Dank für die Frage. Falls es sich um eine Nutzniessung handelt (wie Sie beschreiben), fällt die Vermögenssteuer in der ganzern Schweiz beim Nutzniesser an, also ihren Eltern (Art. 13 Abs. 2 StHG). Logischerweise können aber auch nur die Nutzniesser Abzüge geltend machen, in diesem Falle ihre Eltern. Die Kantone handhaben das Wohnrecht hingegen unterschiedlich.
      MfG, Cédric Wermuth

  14. Avatar
    Kristina Razzino

    Lieber Herr Wermuth,
    mein Partner ist deutscher Staatsangehöriger und seit 2015 in der CH (Thurgau) wohnhaft und berufstätig. Er überlegt sich eine Immobilie in Deutschland zu kaufen. Wert ca. 500‘000.-€
    ABER er muss aktuell keine Steuererklärung ausfüllen, denn die Quellsteuer wird ihm direkt vom Lohn abgezogen. Wie sieht es nun in diesem Fall aus? Mit wieviel mehr Steuern muss er rechnen? Wird in seinen Fall überhaupt eine Deklaration verlangt?

    Ich danke Ihnen für Ihr Feedback.

    Mit freundlichen Grüssen

    Kristina Razzino

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Liebe Frau Razzino,
      besten Dank für die Anfrage. Es ist so, dass Vermögen im Ausland (generell Steuerwerte, die nicht am Ort der Quelle anfallen) auf dem Wege der ordentlichen Veranlagung besteuert wird (Art. 90 DBG). Ihr Partner wird also in Zukunft für die Immobilie zusätzliche eine Veranlagung ausfüllen müssen. Die entsprechende Meldung machen Sie am besten direkt beim zuständigen Steueramt.
      MfG, Cédric Wermuth

  15. Avatar
    Roger Antonini

    Vielen Dank Herr Wermuth.
    Ich habe eine Frage. Zwar bin ich schweizer, aber habe kein Wohnsitz in der Schweiz. Seit 2010 habe ich im Amerika gearbeitet und in Jahr 2017 habe ich ein Haus gekauft. Jetzt habe ich (vor eine Woche) bei der Botschaft meine Abmeldung abgeholt und habe dort meine zukuenftige Adresse in der Schweiz informiert. Ich habe eine Heimatschein bekommen. In drei Woche verkaufe ich mein Haus in Amerika und fliege ich in die Schweiz. Meine Frage ist ob ich in der Schweiz Steuer fuer mein Haus in Amerika bezahlen muss und wie viel wird es umgefaehr sein. Das Haus habe ich fuer 215000 USD verkauft, aber offizielt wird es anfang Mai verkauft.
    Ih muss noch sagen, ich hatte kein wohnsitz in der Schweiz als ich das Haus gekauft habe und als ich es verkauft habe, hatte ich die Abmeldung bei der Botschaft schon beantragt und mein Heimatschein bekommen.
    Ich danke Ihnen im Voraus.

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Lieber Herr Antonini,
      herzlich willkommen in der Schweiz! Nun, bei einem Zuzug aus dem Ausland entsteht eine sog unterjährige Steuerpflicht. Dafür spielt es in einem gewissen Sinne keine Rolle, ob Sie das Haus noch besitzen oder den Verkaufserlös. Beide Beträge sind dann an ihrem neuen Wohnsitz voll vermögenssteuerpflichtig, bei einem Verkauf auch bei der Einkommenssteuer. Die entsprechenden Beträge variieren sehr stark je nach Kanton und Gemeinde. Ihr Fall ist allerdings nichts aussergewöhnliches. Ich würde ihnen empfehlen, wenn es ihnen hilft, direkt mit der Steuerbehörde ihrer neuen Gemeinde Kontakt aufzunehmen. Man hilft ihnen dort gerne weiter. Reicht das?
      MfG, Cédric Wermuth

  16. Avatar
    CQ

    Guten Tag
    Wenn man eine kleine Liegenschaft im Ausland (nicht AIA Abkommen) ohne Bankkonto besitzt, das auch nicht vermietet wird, das aber dort registriert ist, muss man das hier angeben? Wie wahrscheinlich ist es, dass
    die Steuerbehörden in der CH das irgendwann rausfinden?

  17. Avatar
    Maria Mallo

    Guten Tag
    Ich habe eine Frage.
    Ich habe das Jahr mein Wohnung (bereits deklariert) in Ausland verkauft und gleichzeitig ein neues Haus gekauft (Zahlung: Teil mit Verkaufsgeld und Teil mit Hypothek in Ausland)
    Wie muss ich das Ganze in der Steuererklärung 2018 eingeben?
    Vielen Dank

  18. Avatar
    C. Peter

    Lieber Herr Wermuth
    Vielen Dank für Ihre Dienstleistung einfach und verständlich Fragen im Zusammenhang mit Vermögensweren im Ausland zu beantworten. Ich habe den Eindruck, dass es die Behörden kompliziert machen wollen. Ich habe nirgends im Internet eine Aussage bzw. eine Formel gefunden, wie aus dem amtlichen Katasterwert einer Immobilie in Spanien der sagenhafte schweizerische Eigenmietwert berechnet wird. Können Sie mir da weiterhelfen? Interessierten würde mich die Situation im Kanton Zürich.
    MFG
    C. Peter

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Lieber Herr Peter,
      besten Dank für ihre Anfrage. Nun, das mit dem Vorgehen bei Schätzungen iS Eigenmietwert von Immobilien im Ausland ist das so eine Sache. Das macht nämlich jeder Kanton anders. Es bleibt ihnen leider nichts anderes übrig als telefonisch oder per eMail an ihre Steuerbehörde zu gelangen.

      MfG, Cédric Wermuth

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Guten Tag,
      das kommt darauf an, was Sie anzeigen möchten. Grundsätzich gilt: Eine Selbstanzeige ist so lange möglich, wie die Behörde selber noch keine Informationen hat.
      MfG, Cédric Wermuth

  19. Avatar
    Carlo

    Hätten wir endlich anständige Vermögenfreibeträge und dafür die Millionenvermögen höher besteuert, müsste man nicht mehr aufwändig den kleinen Mann drangsalieren.
    Eine Neuschätzung der 3-Zimmer Familienwohnung oder das baufällige Haus der Eltern im Ausland erben, und schon fällt man aus allen Sozialtarifen.

  20. Avatar
    Silvia

    Habe in meiner Steuererklärung Kt. GR 2018 unsere Wohnung sowie Bankkonto in Italien angegeben. Zwei Monate später kam von der Steuerbehörde ein Schreiben, dass es sich um Steuerhinterziehung handle und wir mit einer Strafe rechnen müssen. Bis wann kann man im Kanton Graubünden sich selber anzeigen.

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Guten Tag,
      in ihrem Fall ist keine Selbstanzeige mehr möglich. Sobald die Behörden über die Information verfügt, ist keine Selbstanzeige mehr möglich. Tut mir leid.
      MfG, Cédric Wermuth

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Lieber Hans Fritzli,
      es spielt für die Frage, ob sie Vermögen im Ausland deklarieren müssen überhaupt keine Rolle – nie – wie ihr Haus im Ausland besteuert wird. Sie müssen immer, alle – weltweit – Vermögensteile deklarieren. MfG, Cédric Wermuth

  21. Avatar
    Vreni

    Guten Tag Herr Wermuth
    Bin pensioniert und verbringe  meine Zeit alle Jahre (mehrere Monaten) in Spanien. Hab dort seit längerem ein Ferienkonto eröffnet. Viel ist nicht auf dem Konto. Muss ich das Konto angeben , wenn ja ,muss ich eine selbstanzeige starten? Vielen Dank Mit freundlichen Grüssen
    Vreni M.

  22. Avatar
    Adriaan

    Sehr geehrter Herr Wermuth, eine Bekannte hat ein Ausl. Konto in die NL nicht versteuert. Sie hat Angst, dass bei eine Selbstanzeige das Steueramt diese Information vom verschwiegenes Kapital an das Amt f. Zusatzleistungen weiterleitet. Ende 2016 war das Kapital sehr klein, und Sie hat das Konto in 2017 saldiert. In den letzten 10 J. war teilweise bis zu 100K Euro auf dem Konto. Sie hat Angst ausgewiesen zu werden nach 20 J in der Schweiz. Sie hat Niederlassung. Meinen Sie , dass das Steueramt diese Daten wirklich weiterleitet am Amt f Zusatzleistungen. Was raten Sie diese Frau? Soll Sie einfach nichts machen, oder die Schweiz verlassen? Freundliche Grüsse Adriaan

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Guten Tag,
      Ich weiss nicht genau, welches Amt für Zusatzleistungen gemeint ist. Falls ihre Kollegin Gelder der sozialen Hilfe im weiteren oder engeren Sinne bezogen hat (EL, Sozialhilfe, etc) und gleichzeitig Vermögen im Ausland nicht deklariert hat, ist das ein schwerwiegendes Vergehen, das ich in keiner Weise gut heissen kann. Bei schwerwiegenden Fällen kann das nach aktueller Rechtslage tatsächlich mit einer Ausweisung bestraft werden. Es liegt aber noch keine Praxiserfahrung vor. Ich rate ihnen dringend zur sofortigen Kontaktaufnahme mit einem/r Anwalt*in.

  23. Avatar
    Vital

    Sehr geehrter Herr Wermuth, ich möchte ev. ein Studio in Italien kaufen. Von den vielen hilfreichen Antworten, haben sich viele Fragen erübrigt.
    Meine Angst eine Immobile zu kaufen ist gross,, sollte in Italien mit der neuen Regierung eine Änderung eintreten, dass der italienische Staat auch Steuern erhebt oder vom Gesamtvermögen Einsicht  erhält u wir dann massiv zur Kasse gebeten werden. Was empfehlen Sie?
    Herzlichen Dank

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Besten Dank. Nun ja, es ist schwierig die Politik der neuen Rechtsregierung Italiens voraus zu sehen. Die IMU (eine Art Immobiliensteuer) ist zwar umstritten, aber was die neue Regierung wirtschaftspolitisch noch machen wird ist sehr offen. Der Trend zu mehr Vermögenstransparenz wird aber wohl weitergehen. Ich kann ihnen leider auch keine Prognose abgeben. MfG.

  24. Avatar
    Manfred Klein

    Sehr geehrter Herr Wermuth was passiert mit Konten die vor dem 31.12 , 2016 geschlossen wurden , werden die auch gemeldet ? die Schweiz hat ja ab 1 Januar angefangen Daten zu sammeln und die werden dann im September 2018 ausgetauscht , oder macht die Schweiz später auch Gruppenanfragen von Konten die 2016 geschlossen wurden sogenannte Abschleicher ? Besten Dank für Ihre Antwort

  25. Avatar
    Johan G.

    Sehr geehrter Herr Wermuth

    Nun bin ich doch auch langsam verunsichert.
    Mein Vater in Belgien ist 2016 verstorben. 2 Studenten-Studios (ebenfalls in Belgien) wurden zu 50% meine Mutter und zu 50% die 3 Kinder aufgeteilt. Ich besitze somit 1/6. Das Nutzniessungsrecht gehört vollumfänglich meine Mutter. Mein Anteil der Erbschaftssteuer wurde in Belgien bezahlt.

    Muss ich dieses kleine Erbe nun auch in der Schweiz versteuern obwohl ich davon keinen Nutzen, noch Rechten hab?

    Besten Dank für Ihre Antwort.
    Freundlichen Grüssen
    J.G.

  26. Avatar
    Tina

    Sehr geehrter Herr Wermuth
    Meine Eltern besitzen in Bosnien & Herzegowina ein Haus und haben dieses bisher nicht in der Steuererklärung angegeben- weil ihnen die Pflicht der Angabe nicht bekannt war. B&H ist nicht in der EU und hat auch keine vertraglichen Abkommen mit der Schweiz… wie soll nun am besten reagiert werden?
    (Kanton Zug)

    Herzlichen Dank!

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Liebe Tina,
      besten Dank. Wie oben ausgeführt müssen ihre Eltern dieses Haus zwingend angeben. Ich kann ihnen nur raten, das Versäumnis so lange zu melden, wie es noch kein Abkommen zwischen der Schweiz und BH gibt.

      MfG, Cédric Wermuth

  27. Avatar
    Pipo

    Sehr geehrter Herr Wermuth

    Ich wende mich an Sie bezüglich zwei Fragen:

    1) Wohin reicht man die Selbstanzeige ein im Kanton Aargau? Gibt man den Brief dem Steueramt der Gemeinde ab oder sendet man die Unterlagen eingeschrieben an das Kantonale Steueramt?

    Departement Finanzen und Ressourcen
    Kantonales Steueramt
    Sektion Rechtsdienst
    Nachsteuern & Bussen
    Tellistrasse 67
    5001 Aarau

    2) Meine Frau besitzt ein Konto im Ausland. Stellt man die Selbstanzeige auf den Namen meiner Frau aus oder erwähnt man beide Namen (Name meiner Frau und meinen Namen – analog der Steuererklärung)?

    Vielen Dank für Ihren Support.
    Freundliche Grüsse

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Guten Tag,

      1) Das spielt keine Rolle. Könnebn Sie beim Kanton oder beim Steueramt ihrer Gemeinde machen. Falls es im Aargau dazu inzwischen eine Praxis gibt, wird man Sie darauf hinweisen.
      2) Entscheidend ist, wie Sie besteuert werden. Wenn Sie verheiratet sind, spielt es keine Rolle.

      MfG, Cw

  28. Avatar
    Yannik Frei

    Guten Tag Herr Wermuth

    Ich hätte ebenfalls noch eine Frage. Wie würde ihrer Meinung nachfolgende Situation aussehen:
    Meine Frau und meine Tochter (beides Holländerinnen) leben in den Niederlanden und besitzen ein Haus dort (Haus wurde vor der Heirat gekauft). Meine Frau arbeitet ebenfalls in den Niederlanden und bezahlt ihre Steuern logischerweise dort (Sie wird in den Niederlanden zwecks Steuern als «alleinstehend» angesehen, obschon wir verheiratet sind).
    Ich arbeite und wohne in der Schweiz…Müsste ich das Haus meiner Frau deklarieren auch wenn wir nicht zusammenleben? Gibt es in der Schweiz ebenfalls einen Status «alleinstehend», obschon verheiratet, um die Doppelbesteuerung zu vermeiden?
    Vielen Dank für Ihre Hilfe
    Yannik Frei

  29. Avatar
    Hans fritzli

    Warum sollte man gleich zweimal doppelt steuern an sein haus im ausland zahlen erstens liegt das haus in einem anderen boden zweitens doppelsteuer ist nicht erlaubt es handelt sich dan um ein pures kapitalismus das haus ist ja nicht in der schweiz es liegt einfach ausserhalb der schweiz in italien spanien portugal oder frankreich warum sollte man da jezt doppelsteuer an sein eigenes haus zahlen ? Da wo das haus liegt da zahlt man auch die erbsteuer und nicht da wo man jezt im moment wohnt es ist einfach ne schande was die regierung alles von sich gibt und vom fremden immobillien haben will.steuerabkommen mit den balkanischen ländern ist seid vor kurzem verfügbar weill in der sxhweiz viele balkaniten leben und da sich gut finanziel profitieren kann wegen dem ist das auch so eingeführt worden alles nur kacke und scheisse und kapitalismus die politiker zahlen selbst keine steuer weder noch vermögenssteuer weder sonnst noch was.

    Aber wie gesagt es bewegt sich ja nur wegen dem finanz um zu kapitulieren.

  30. Avatar
    Soe

    Guten Tag Herr Wermuth

    Falls eine Liegenschaft im Ausland vermietet ist, mit welchen Dokumneten muss man das Belegen? Mit der Steuerveranlagung der ausländischen Steuerbehörde oder Bankauszügen? Wir geht man vor? Denn in den Bankauszügen sind ja die Abzüge nicht ersichtlich, soll man die trotzdem rein tun?
    Besten Dank für die Antwort

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Besten Dank. Das spielt idR nicht so eine Rolle. Am einfachsten nehmen Sie kurz telefonisch mit ihrer Steuerverwaltung Kontakt auf. Die können ihnen sagen, was sie brauchen. Und sonst reichen Sie ein, was sie haben. Die Nachfragen kommen dann schon, wenn nötig. MfG, Cw

  31. Avatar
    MV

    Sehr geehrter Herr Wermuth Habe das Elternhaus in Italien zahle dort IMU und Abfallgebühren und jetzt mit dem Neuen Gesetz AIA will sich die Schweiz nochmals bereichern mit dem Geld das schon Versteuert wurde und dann noch mit Mietwert von der Schweiz berechnet.Und dann hat man noch die Frechheit Rückwirkend bis 10 Jahre zu berechnen.Wo ist da die Gerechtigkeit in der Schweiz.Da ist glaube Handelsbedarf im Gesetz und einheitlich in jedem Kantonen.

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Guten Tag,
      besten Dank für ihre Nachricht. Ich muss Sie allerdings etwas korrigieren: Die Schweiz will sich nicht neu an ihrem Vermögen bereichern. Ihr Vermögen in Italien war in der Schweiz immer schon deklarationspflichtig, ob mit AIA oder ohne. Sollte es sich um nicht deklaraierte Immobilien handeln, ist das Steuerhinterziehung und somit strafbar. Ihre Immobilien in Italien wird in der Schweiz allerdings nur satzbestimmend hinzugezogen (siehe oben). Ich hoffe, Sie können ihre Situation glimpflich bereinigen. MfG, Cw

  32. Avatar
    Albertson

    Sehr geehrter Herr Wermuth,

    ich wohne in ZH und werde Ende dieses für Jahr 2 im Ausland auswanderen, vielleicht komme ich auch nicht mehr zurück ( bin 66) . Meine Steuererkl. für 2017 Jahr ist schon lange eingereicht und bezahlt (def. Veranlagung). Für 2018 habe ich auch bezahlt.Ich habe vernommen, dass das Steueramt bis 2 Jahre braucht um eine eine Selbstanzeige zu behandelen.
    Angeblich verfolgt das Steueramt einem nicht wenn man im Ausland wohnt.
    Kann ich die Selbstanzeige evtl. noch machen, falls ich zurückkomme?

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Besten Dank für ihre Anfrage. Allfällige Steuerschulden bleiben bestehen, egal, wo Sie wohnen. Selbstanzeigen können Sie nur so lange machen, bis die Steuerbehörden die Daten nicht selber haben. Falls Sie länger ins Ausland wollen würde ich empfehlen, die Situation vor der Ausreise zu bereinigen. MfG.

  33. Avatar
    Lukas

    Guten Tag Herr Wermuth,

    ich wollte schon vor Monate eine Selbstanzeige machen. Das Problem, ich weiss es ist fast nicht zum glauben, ist das die betreffende Bank mir Saldobest. geschickt hat die teils komplett falsch sind. Konkret, sind die Salden f. verschiedene Jahren ein vielfach von was ich jemals an Verm. gehat habe.. Am Telefon wird mir einmal gesagt, dass es ein techn. Problem gibt, ein anderes Mal, das ich bald die Unterlagen bekomme. So geht das schon 2 Monate. Auf ein Schreiben und Telefonate durch einen örtlichen RA wird nicht reagiert, es wird ihm immer versprochen, dass die Fachperson zuruckruft. Ich habe Anonym, das Steueramt hier angerufen und die haben wenig Verständniss, v.a. da es sich um eine EU-Bank handelt und ich nie ein Schreiben von denen erhalte das ich vorlegen kann. Was raten Sie mir? Danke Lukas

      1. Avatar
        Peter Meier

        Lieber Herr Wermuth, könnte es sein, dass Sie auf einen Beitrag von einem anderen Herrn Meier nun geantwortet haben. Ihre Antwort passt nicht so richtig auf meine Fragestellung.

        Besten Dank
        für ihre super Website und ihre Hilfestellung die Sie in diesem nicht so einfach zuverstehendem Thema,

        Mit freundlichen Grüssen
        Peter Meier

  34. Avatar
    Meier

    Gruezi Herr Wermuth,
    Ich habe gelesen
    „Eine straflose Selbstanzeige ist gemäss der vom Steueramt des Kantons Zürich beschlossenen kulanten Auslegung des Steuergesetzes möglich, bis der zuständige Steuerkommissär beim Abgleich der ausländischen Angaben mit jenen in der Zürcher Steuererklärung auf eine Differenz stösst oder die Steuerhinterziehung sonstwie entdeckt wird. “
    (https://www.steueramt.zh.ch/internet/finanzdirektion/ksta/de/aktuell.newsextern.-internet-de-aktuell-news-medienmitteilungen-2018-fast_45_dreimal_45_so_45_viele_45_selbstanzeigen_45_.html)

    Wie ermittelt das Steueramt Zürich ob eine Selbstanzeige vorliegt oder nicht? Ich frage mich das darum, denn die Behörden können ja einfach sagen, dass Sie schon über die versuchte Steuerhinterziehung bescheid wussten. Muss die steuerbehörde es nicht nachweisen?

    Am 1.10. wurde wohl eine Übermittlung bzw. Austausch mit estv ausgeführt, doch sollen die Daten erst per 1.11 den zuständigen Steuerämtern zu Verfügung gestellt werden. Dies Lt einer Medien Mitteilung.(https://www.nau.ch/news/schweiz/schweiz-hat-steuerinformationen-ausgetauscht-65436719)

    Wenn ich z.B. also am 3. Oktober eine selbstanzeige gemacht habe kann der zuständige Steuerkommissär sagen, er hätte eine Differenz vor meiner selbstanzeige aufgedeckt? Wenn mein Verständnis korrekt ist, wohl nicht.

    Somit erfüllt man die Bedingungen der erstmaligen selbstanzeige und muss nur Nachsteuern und Zinsen aber keine Busse befürchten, selbst wenn man erst am 3. Oktober eine schriftliche selbstanzeige bei seiner Gemeinde gemacht hat?

    Ist das korrekt oder wie verhält sich dies?
    Vielen Dank für ihre Antwort.
    Mfg
    Peter Meier

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Lieber Herr Meier,

      besten Dank für die Anfrage. Nun, die Frage des genauen Zetipunktes ist tatsächlich umstritten. Es gibt eine Haltung die argumentiert, die Bedigung für eine Selbstanzeige sei streng genommen ab in Kraft treten des Abkommens nicht mehr gegeben. Sie müssen Sie bei ihrem kantonalen Steueramt erkunden, wie das gehandhabt wird. Falls Sie Dinge zu deklarieren haben schadet allerdings eine Selbstanzeige sicher nicht, im schlechtesten Fall bezeugen Sie ihren guten Willen, ihren Fall zu bereinigen. MfG, Cédric Wermuth

  35. Avatar
    Isabel

    Guten Tag.

    Gemässs Ihrer Homepage beträgt
    der Eigenmietwert i.d.R. 3% des Steuerwertes. Ich habe nun eine Verfügung erhalten, in welchem die 3% vom Marktwert genommen werden. Der Marktwert ist natürlich viel höher als der Steuerwert. Ist das möglich?

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Liebe Isabel,
      besten Dank für ihre Nachricht. Ja, die Berechnung wird leider in den Kantonen unterschiedlich gehandhabt. Wenn Sie unsicher sind ob die Berechnung stimmt, fragen Sie auf ihrem Steueramt direkt nach.

      MfG, Cédric Wermuth

  36. Avatar
    Max

    Lieber Herr Wermuth,

    vielen Dank für Ihren aufschlussreichen Artikel.

    Ich bin Deutscher und wohne in Zürich. Im April diesen Jahres (2018) habe ich von meinen Eltern eine Wohnung in Deutschland geschenkt bekommen. Erst vor kurzem habe ich erfahren, dass ich diese hier dem Finanzamt deklarieren muss.

    Bisher wurde meine Einkommenssteuer immer direkt als Quellensteuer abgezogen. Nun müsste aber von April an die Auslandswohnung für die Berechnung meiner Einkommenssteuer miteinbezogen werden.

    Deklariere ich die Wohnung nun mit meiner Steuererklärung für das Jahr 2018 und zahle den Betrag somit nach? Oder muss ich das Finanzamt über die Wohnung schon vorher so schnell wie möglich informieren? Falls ja, müsste ich das dann per Selbstanzeige machen?

    Vielen Dank im Voraus!

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Lieber Max,
      besten Dank für die Anfrage. Das scheint mir alles bestens. Wenn die Schenkung erst 2018 erfolgt ist, geben Sie das Haus einfach mit der der SE 2018 an. Dann werden ihnen die entsprechenden Steuern nach Doppelbesteuerungsabkommen berechnet. Bereits in Deutschland entrichtete Steuern (Schenkung/Erbschaft) legen Sie wohl am besten als Beleg bei, falls vorhanden. Sonst werden Sie gefragt. MfG, Cw

  37. Avatar
    R

    Sehr geehrter Herr Wermuth

    Eine unbelastete Immobilie in den USA im Wert von ca. $400’000 wird als Ferienwohnung vermietet und wirft Reingewinn ab. Wie/wo ist in der Steuererklärung (Kanton Aargau) konkret ersichtlich, dass die Immobilie und der Ertrag angegeben wurden?

    Ist die amerikanische Steuererklärung (riesige Abzüge) wesentlich für die Berechnung des Gewinnes?

    Mit freundlichen Grüssen 
    R

  38. Avatar
    Martin

    Sehr geehrter Herr Wermuth

    Ich habe Immobilien im Ausland, die Steuerlich hier in der Schweiz deklariert sind und in Nutzniessung ist.
    Jetzt sind am Haus Renovationen notwendig, die gemacht werden müssen. Kann ich die anfallenden kosten im Kanton Solothurn Steuerlich abziehen, obwohl das Haus im Ausland ist?

    Vielen Dank im Voraus!
    MfG

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Lieber Martin,
      besten Dank für die Anfrage. Immobilien in Nutzniessung werden üblicherweise beim Nutzniesser deklariert. Abgezogen kann das dann auch nur beim Nutzniesser werden.

      MfG, Cédric Wermuth

  39. Avatar
    Filiz

    Einen schönen guten Tag.

    Ich bin Deutsche und wohnhaft in der Schweiz. Ich habe mir bzw bi dabei eine Wohnung in Deutschland zu kaufen. Muss ich diesbezüglich auch eine Selbstanzeige machen oder hat dies keinerlei Bedeutung für mich?

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Liebe Frau oder Herr Filiz,
      nein, das müssen Sie natürlich nicht. Selbstanzeigen sind für den Fall, dass Sie in den vergangenen Jahren steuerbares Vermögen oder Einkommen nicht angegeben hätten. Einen Immobilienerwerb deklarieren Sie einfach im Rahmen der nächsten Steuererklärung regulär.

      MfG, Cédric Wermuth

  40. Avatar
    Elio

    Sehr geehrter herr wermuth
    Seit 3 jahren haben wir 50% von einer wohnung im ausland geerbt. Es ist 25‘ooo euro wert und kann nicht verkauft werden weil es eben niemand will. Wir bekommen hier ergänzungsleistungen. Was müsste ich zahlen wenn ich versteuere? Welche strafe erwartet mich da ich es nicht gesagt habe? Danke

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Lieber Elio,
      besten Dank für die Frage. Es ist für mich schwierig Einzelfälle abzuschätzen. Sie finden im Text oben eine generelle Einschätzung. Für eine konkrete Fallauskunft rate ich Ihnen, sich an die Rechtsauskunft ihrer Gewerkschaft oder einen Anwalt zu wenden. Falls Sie dazu genauere Informationen brauchen, schreiben Sie mir bitte eine eMail. MfG, Cédric Wermuth

  41. Avatar
    Nella

    Ich habe eine Anzeige erhalten wegen nicht deklarierten Vermögen. Im Schreiben vom Finanzamt ist die Aufforderung : alle Bank -/Jahresbilanzen von den letzten 10 Jahren vorzulegen ( Dokumente sind schon beantragt). Mein eh. Bausparvertrag ist seit über 10 Jahren als Festgeld angelegt ( wohnhaft in der Schweiz seit 9.2008, davor in Deutschland). Dies wurde von mir nicht deklariert. Bei der Steuerrückerklärung habe ich ein von zwei Sparkonto von mir erst dieses Jahr mit angegeben. Somit ist beim Finanzamt diese hohe Summe aufgefallen. Mit einem Anwalt habe ich schon telefoniert. Ich muss entweder selber oder via Steuerberater diese hohe Summe klar legen. Es reichen doch die Jahresberichte von der Bank eigentlich aus, oder? Da wird ja die Bewegung des Geldes deutlich dargestellt. 

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Liebe Nella,
      besten Dank für die Frage. So präzise Einzelfallfragen kann ich nicht beantworten, da kann Sie ihr Anwalt besser beraten. Ich kann Ihnen nur raten alle Dokument zu liefern, die den Sachverhalt umfassend und lückenlos darstellen.
      MfG, Cédric Wermuth

  42. Avatar
    Peter N.

    Sehr geehrter Herr Wermuth

    Ich bin 1982 hochoffiziell nach Australien ausgewandert, wo ich permanent gelebt und gearbeitet hatte. Währenddem bin ich auch Bürger von Australien geworden (Doppelbürger CH/AUS). Das dort angesparte Geld liess ich bei meiner Rückkehr 1985 auf der austral. Bank. Damals waren die Zinssätze noch hoch (um die 17%). Seit Rückkehr verrechnet mir die austral. Bank auch 1% vom aktuellen Zinssatz als Non-resident Tax. Der Wert beläuft sich mittlerweile auf ca. AUD 200’000.- (reiner Zins und Zinseszins – habe nie Geld aus der CH überwiesen).
    Ich habe bislang dieses Vermögen nicht deklariert. Ich habe mich zu wenig um die Rechtslage interessiert/gekümmert. Zudem war ich lange der Meinung, ich bin ja Doppelbürger und bezahle dort Steuern in der Höhe von 1% des jeweils aktuellen Zinssatzes.

    Was raten Sie mir. Danke für Ihre geschätzte Auskunft.
    Peter N.

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Lieber Herr N.,
      besten Dank für die Anfrage. Da der AIA mit Australien bereits in Kraft ist und im September 2018 wohl bereits Daten aus dem ahr 2017 geflossen sind, sind Sie etwas spät dran. Der Betrag ist doch eher hoch. Versuchen Sie es mit der Selbstanzeige, evtl. haben Sie ein nachsichtiges Steueramt oder es bringt ihnen wenigstens Goodwill ein.

      MfG, Cédric Wermuth

  43. Avatar
    Son

    Guten Tag Herr Wermuth, ich habe nichts von Ihnen gehört, darum schicke ich meine Frage nochmal:
    Nicht alle Länder sind bereits jetzt beim AIA dabei. Was ist mit Vermögenswerten in Ländern die noch nicht angeschlossen sind: Kann auch heute noch (unabhängig von der Steuererklärung) eine Selbstanzeige erfolgen? Oder ist die Frist für Selbstanzeige für alle Länder (egal ob beim AIA dabei oder nicht) definitiv abgelaufen? Falls dem so wäre: Was tun?

    Falls ich noch Selbstanzeige machen kann: Wie schätzt man den Wert von Grundstücken ein sodass die kantonale Steuerbehörde diesen als „Steuerwert“ akzeptiert, wenn das betreffende Land selber keine Schätzung kennt weil keine Steuer erhoben wird (z.B. bei Schenkung von Eltern)? Genügt eine Selbsteinschätzung? Vor Ort Schätzungen machen lassen ist nicht nur teuer, sondern auch nicht seriös.
    Und bei Land-Neukauf in den letzten 5 Jahren: kann der Kaufpreis als Steuerwert berechnet werden?

    Und: Was ist mit einem Bankkonto, welches 2018 aufgelöst worden ist? Rückwirkend dennoch in die Selbstanzeige einbinden oder bloss das Konto anzeigen, welches aktuell (2018) noch existiert und worauf der Saldo vom aufgelösten Konto übertragen wurde?

    Danke für Ihre Rückmeldung und Grüsse, Son

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Lieber Herr Son,
      besten Dank für die Fragen. Eine Selbstanzeige ist per Defition immer bis zum Zeitpunkt möglich, in dem die Steuerbehörde selbst die Information bekommt. Für die Länder des AIA gilt i.d.R. der Beginn der Laufzeit des Staatsvertrages. Sie können die Selbstanzeige jederzeit einreichen.
      Das mit den Immobilienwerten ist so eine Sache: Am besten Fragen Sie ihr kantonales Steueramt (eMail), wie geschätzt wird und welche Unterlagen einzureichen sind. Sie sollten problemlos Antwort erhalten.

      Zur letzten Frage: Falls Sie eine Selbstanzeige machen, empfehle ich dringend vollständig transparent zu sein. Geben Sie alle Infos zum betreffenden Zeitraum an, auch saldierte Konti. Sie brauchen allerdings bei der Selbstanzeige noch keine Infos Details zu liefern, es reicht, dass Sie angeben um welchen Zeitraum/Konti es geht und klarstellen, dass sie zur vollen Kooperation bereit sind. Das Steueramt nimmt dann mit ihnen Kontakt auf.

      MfG, Cédric Wermuth

  44. Avatar
    Georgiu

    Grüezi Herr Wermuth, wie wird im Kanton Aargau (da wohne ich) der Steuertwert aus dem Verkehrswert einer Liegenschaft (Standort Osteuropa) bestimmt? Mein Anteil an der Liegenschaft ist 50% (die anderen 50% gehören meinem Bruder der nicht in der Schweiz lebt), dass es dabei nur um meinen Anteil geht, ist klar, aber wird wegen der Teilung (=keine volle Verfügung über die Liegenschaft, z.B. in Sachen Verkauf, Renovation, etc.) zusätzlich ein „Rabatt“ beim Steuerwert gewährt?
    Wie wird bei einem Sommerferienhaus ohne Heizung (Nutzbarkeit 3 bis 3 1/2 Monate im Jahr) der Eigenmietwert festgelegt? Vielen Dank für die Antwort schon im Voraus, freundliche Grüsse, Giorgiu

  45. Avatar
    S.

    Guten Abend Herr Wermuth
    Bekannte von mir haben eine Wohnung in Belgrad (Serbien) seit mehreren Jahren. Die Wohnung wird nicht vermietet.
    Der automatische Informationsaustausch gilt zwar nicht für Serbien aber ich bin der Meinung, dass diese Wohnung bei der Steuerverwaltung angegeben werden muss. Ist das so korrekt? Kann man das zu jederzeit machen? Müssen diese Leute mit einer Strafe rechnen, weil sie die Wohnung schon seit einigen Jahren besitzen?
    Mit was für Kosten muss gerechnet werden? Können auch Kosten für diese Wohnung von der Steuerrechnung abgezogen werden?
    Besten Dank für Ihre Rückantwort

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Liebe Frau Velickovic,
      besten Dank für ihre Anfrage. Das Prinzip ist simpel: Es muss immer alles Vermögen und Einkommen deklariert werden. Die Wohnung wird besteuert, aber satzbestimmend hinzugezogen. Abgezogen können die gleichen Kosten wie für eine Eigentumswohnung in der Schweiz. Ja, die von Ihnen beschriebene Situation erfüllt wohl den Straftatbestand der Steuerhinterziehung. Ihre Bekannten können eine Selbstanzeige einreichen (siehe Text oben).
      MfG, Cédric Wermuth

  46. Avatar
    Sabine Seidel

    Guten Abend Herr Wermuth,
    Ich bin jetzt ein Jahr in der Schweiz und zahle Quellensteuer, habe Aufenthaltsausweis B.
    Ich habe nun Ende 2018 die 3 Säule abgeschlossen, zahle Unterhalt für mein Kind, welches in D bei ihrem Vater lebt und habe ein Haus im Ausland.
    Wäre es ratsam, nötig, eine Steuererklärung 2018 zu machen oder ist es wegen der Quellensteuer erst in 5 Jahren nötig?
    Vielen Dank für Ihren Rat,
    Sabine

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Liebe Frau Seidel,
      besten Dank für die Anfrage. Vermögen im Ausland ist immer deklarationspflichtig. Es hat einen Einfluss auf den Steuresatz. Ihr lokales Steureamt stellt ihnen die nötigen Unterlagen auf Anfrage zu.
      MfG, Cédric Wermuth

  47. Avatar
    Pietro

    Dear all,
    i am resindent in french part of Switzerland and owner of a property in germany. What is the value of the property that i have to declare for calculation of patrimonal tax? Is it the „einheitswert“ or what?

  48. Avatar
    Stefan

    Sehr geehrter Herr Wermuth,
    ich habe eine Liegenschaft in Deutschland zur Nachbesteuerung angemeldet und jetzt den Steuerbescheid bekommen. Meiner Meinung nach ist der Wert dafür, der im Bescheid unter Vermögen (mit einem Repartitionswert von 100%) auftaucht, zu hoch angesetzt. Auf Nachfrage im Steueramt (im Aargau) konnte mir sogar die für mich zuständige Dame leider keine Auskunft geben, wie dieser ermittelt wurde. Unter anderem kam das Argument, sie hätten keinen gültigen Umrechnungskurs D-Mark in EUR gefunden! Ich zahle ja in DE Grundsteuer auf Basis des Einheitswertes, der sehr gering ist: auf Nachfrage des Steueramtes habe ich ihnen explizit diesen Einheitswert vom Grundsteueramt geliefert. Dieser ist sehr niedrig und ich nehme an, deshalb haben sie ihn auch nicht zur Kalkulation herangezogen. Einnahmen aus Vermietung/Verpachtung habe ich nicht; die laufenden Kosten werden von meiner Mutter beglichen, die ein lebenslanges Wohnrecht dort besitzt.
    Über das System BORIS habe ich den Bodenrichtwert für Bauland ermittelt (es befindet sich ein Althaus darauf, dass abgerissen werden muss). Der so ermittelte Grundstückspreis liegt ca. 50% unter dem Wert, den das Steueramt bei mir ansetzt. Weiterhin wurde dieser Wert auch zu 100% für die Nachbesteuerung seit 2007 angesetzt ohne zu berücksichtigen, dass das Grundstück gemäss BORIS sich in dieser Zeit im Wert verdoppelt hat.
    Was soll ich nun tun? Ich möchte Widerspruch einlegen; wie sehen Sie meine Chancen?
    Recht vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort
    Stefan

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Lieber Herr Hultsch,
      besten Dank für die Anfrage. Das ist so direkt schwierig zu beantworten. Einerseits bin ich nicht Steuerjurist und andererseits kenne ich den Fall zu wenig. Sie können aber bei ihrer Steuerkommission rekurs einlegen. Die Rechtsmittelbelehrung liegt den Unterlagen bei oder sie erkundigen sich bei ihrer Gemeinde danach. Allenfalls können Sie auch einen Treuhänder oder Anwalt damit beauftragen. Die von ihnen zitierte Antwort des Steueramtes (deren Vollständigkeit ich natürlich nicht beurteilen kann) klingt tatsächlich ungenügend. Richtig ist allerdings, dass es ihre Pflicht ist alle Unterlagen proaktiv zu liefern, die eine genauere Schätzung erlauben. MFG, Cw

  49. Avatar
    Peter

    Sehr geeherter Herr Wermuth

    Ich habe eine Frage, seit wann ist das so. Das man alles was man in Ausland besitzt in der Steuererklärung deklarieren muss. Meine Meinung  nach  haben zu 99 % der Ausländer von ex Jugoslawien inkl. Kosovo und Albanien nicht in der Steuererklärung deklariert. Aber alle haben unten Häuser, Autos, Bankkonten und viel mehr noch Lokale (Gaststätte,Bars) usw. Wie ist der Sachverhalt, muss mann alles  in der Steuererklärung deklarieren.

    Mit freundlichen Grüßen
    Peter

    1. Avatar
      Cédric Wermuth

      Lieber Peter,
      herzlichen Dank für ihre Anfrage. Leider kann ich Ihnen historisch die Frage nicht beantworten, seit wann die Deklarationspflicht für das gesamte Vermögen und Einkommen gilt. Spannende Frage, ich gehe dem bei Gelegenheit nach. Allerdings ist es sicher seit mehreren Jahrzehnten der Fall, dass grundsätzlich alle Vermögen und Einkommen deklarationspflichtig ist. Ob die von ihnen genannten Prozentzahl im Bezug auf Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien korrekt ist kann ich nicht abschliessend beurteilen, sie scheint mit allerdings eher hoch. MfG, Cédric Wermuth

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