Replik auf Lewinsky: Irrational ist, wer am Kapitalismus festhält

Charles Lewinsky fordert in einem leidenschaftlichen Plädoyer eine neue Hinwendung der Intellektuellen zur politischen Mitte. Die Extrempole – damit meint er seine eigene Partei (die SP) und die SVP – seien heute von Irrationalität geprägt. Sie würden angeführt von „Vordenkern“, bei denen „Sachlichkeit auf taube Ohren“ stosse. Aufgabe der Intellektuellen müsse es heute sein, nicht „unrealistische Forderungen“ zu stellen, sondern sich stärker für den Status quo einzusetzen, sonst sei der „Triumphzug der Irrationalität“ unaufhaltsam. (mehr …)

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Den Kapitalismus überwinden? Ja klar!

«Möchtegern-Marxisten», «Weltverbesserungsverein» (MittellandZeitung und Sonntag), «Krypto-Marxisten» (NZZ), «unschweizerisch, umstürzlerisch» (Weltwoche), «Retro-Programm» (20 Minuten). Die Deutschschweizer Presse ist sich einig: Die SP hat mit dem neuen Parteiprogramm einen groben Fehler gemacht. Es seien die Rezepte von gestern und überhaupt unverschämt, dass die Partei solch «radikale» Positionen einnehmen. Immer dann aber, wenn zu grosse Einigkeit herrscht, lohnt es sich genau hinzuschauen. Besonders anstössig scheint, dass die SP es «wagt», sich die «Überwindung des Kapitalismus» und den «demokratischen Sozialismus» auf die Fahne zu schreiben. Tatsächlich entspricht das, was wir fordern, dem gesunden, demokratischen Menschenverstand. (mehr …)

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